

Monika Christmann nahm an der Podiumsdiskussion teil, die unter dem Vorsitz der Präsidentin der Codex-Alimentarius-Kommission, Dr. Awilo Ochieng Pernet, veranstaltet wurde. Thema dieser Diskussion war die Zusammenarbeit zwischen dem Codex Alimentarius und anderen zwischenstaatlichen Organisationen, insbesondere im Bereich der nachhaltigen Entwicklung.
Die Präsidentin der OIV betonte gegenüber den 123 Mitgliedstaaten des Codex Alimentarius, dass die OIV an mehreren aktuellen Projekten des Codex Alimentarius teilnimmt und aktiv an den Gesprächen zu Bestimmungen über Lebensmittelzusatzstoffe, die im Allgemeinen Standard für Lebensmittelzusatzstoffe (GSFA) verankert sind, beteiligt war. Sie hob die Notwendigkeit hervor, zwischen den Normen des Codex Alimentarius und denen der OIV Kohärenz zu gewährleisten, was insbesondere für die Bestimmungen über Zusatzstoffe von Traubenweinen gilt.
Sie teilte zudem mit, dass die Arbeiten des Codex Alimentarius und des gemeinsamen FAO/WHO-Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe (JECFA) von der OIV stark berücksichtigt werden, um doppelte Arbeit und die Erstellung unterschiedlicher internationaler Normen zu vermeiden.
Im Hinblick auf die nachhaltige Entwicklung wies die Präsidentin darauf hin, dass die OIV unlängst Maßnahmen entwickelt hat, die nicht nur agronomische, sondern auch wirtschaftliche und gesellschaftliche Aspekte berücksichtigen.
Die Präsidentin der OIV kam zu dem Schluss, dass es notwendig sei, die Zusammenarbeit zwischen der OIV und dem Codex Alimentarius und die Koordination der Tätigkeiten von gemeinsamem Interesse fortzusetzen.


Nach Beginn seiner Karriere im Automobil- und Verkehrssicherheitssektor trat Ghislain K.-Laflamme als Präsident und Vorstandsvorsitzender in die Régie des alcools, des courses et des jeux in Quebec (Kanada) ein. Er begeisterte sich für den Weinsektor und gründete den Wettbewerb Sélections Mondiales des Vins et Spiritueux Canada, dessen Vorsitz er seit 2006 führte.
Als international anerkannter Verkoster war er Mitgründer des weltweiten Verbands der großen internationalen Wein- und Spirituosenwettbewerbe (Fédération mondiale des Grands Concours Internationaux de Vins et Spiritueux – Vinofed), in dem er das Amt des Generalsekretärs und dann des Präsidenten ausübte.
Als „mobiler Verkoster“ und Gastgeber aller renommierten Wettbewerbe der Erde begeisterte er sich ebenfalls für Langstrecken-Kreuzfahrten.
Ghislain K.-Laflamme war Mitglied zahlreicher Weinbruderschaften, deren Welttreffen unter seinem Vorsitz stattfand. Er war ein hochgebildeter Mann und passionierter Historiker, der stolz auf seine bretonischen Wurzeln war und es liebte, Anekdoten aus seinem Leben, das dem Recht und dem Wein gewidmet war, mit Humor zu teilen.
Die OIV spricht seiner Familie und seinen Freunden ihr tiefes Mitgefühl aus.


Ana Casp war Dozentin für Lebensmitteltechnologie an der Universität Valencia, wo sie 1966 als erste das Studium zur Agraringenieurin absolvierte, sowie Dozentin an der Universität Navarra. Für ihre Arbeiten und Veröffentlichungen im Bereich der Lebensmitteltechnologie und -sicherheit war sie weltweit bekannt.
Als Mitglied der spanischen Delegation bei der OIV führte sie von 2001 bis 2007 das Amt der Vorsitzenden der Sachverständigengruppe „Ausbildung“ aus und leistete einen wesentlichen Beitrag zur Einrichtung der Datenbank für internationale Ausbildungen im Bereich des Weinbaus. Ihr Engagement für den Hochschulbereich und die Forschung setzte sie fort als Präsidentin des internationalen Hochschulverbands für Wein und Weinbauerzeugnisse (AUIV), der den Beobachterstatus bei der OIV innehat.
Ana Casp wird als warmherzige Persönlichkeit mit menschlichen Qualitäten, die von allen geschätzt wurden, und anerkannten wissenschaftlichen Kompetenzen in Erinnerung bleiben.
Die OIV spricht ihrem Mann und ihrer Familie ihr tiefes Mitgefühl aus.

(c) Eva Mañez

Die erste Ausgabe des internationalen Forums „Weine und chinesische Küche“ fand vom 13. bis 17. September in Fangshan in der Nähe von Peking statt.
Die unter die Schirmherrschaft der OIV gestellte Veranstaltung hatte zum Ziel, Wein in China in Verbindung mit der chinesischen Küche zu fördern.
Rund 20 Fachleute (Sommeliers, Masters of wine, Spitzenköche, Fachjournalisten), von denen ein Drittel aus dem Ausland kamen, trafen die Auswahl der besten Zusammenstellungen von einem Dutzend traditioneller chinesischer Gerichte und Weinproben, die aus 300 Weinen aus aller Welt ausgewählt wurden. Eine Ausstellung internationaler Weine und eine Reihe von Vorträgen zum Thema „Wein und Kultur“ standen ebenfalls auf dem Programm.

Das Forum wurde mit der Unterstützung von rund 20 Weinbauunternehmen des Stadtbezirks Fangshan und der Bezirksregierung veranstaltet und zählte mehrere Tausend Teilnehmer.
OIV-Generaldirektor Jean-Marie Aurand stellte die Organisation vor und gab einen Überblick über den weltweiten Weinbausektor und die wichtigen Herausforderungen der Zukunft. Er hob insbesondere die verschiedenen Maßnahmen hervor, die darauf abzielen, den Weinbau durch seine historische und kulturelle Dimension zu fördern.

Während seines Aufenthalts in China traf Jean-Marie Aurand in Peking mit dem stellvertretenden Landwirtschaftsminister, Herrn Qu Dongyu, zusammen, der für die internationale Zusammenarbeit zuständig ist. Auch wurde er von Herrn Bian Zhenhu, Vorsitzender der CFNA (China Chamber of Commerce of Import and Export of Foodstuffs and Native Produce), eine Behörde des chinesischen Handelsministeriums, empfangen.


Der Generaldirektor begrüßte die Entwicklung der Beziehungen zwischen China und der OIV und hob die Beziehungen zu den Regionen, die bei der OIV einen Beobachterstatus innehaben (Yantai in Shangdong und Ningxia), wie auch zur Fakultät für Önologie der Universität Yangling hervor.
In der Zeit der starken Entwicklung des chinesischen Weinbausektors erhält die OIV immer mehr Anfragen aus allen chinesischen Weinbauregionen.
Jean-Marie Aurand verlieh seiner Hoffnung Ausdruck, dass diese Zusammenarbeit schließlich zu einer vollen Mitgliedschaft Chinas in der OIV führen wird.
Die chinesische Rebfläche beträgt 875 000 Hektar, von denen 85 % zur Produktion von Tafeltrauben bestimmt sind, und ist die zweitgrößte Rebfläche der Welt.
Im Hinblick auf die Erzeugung und den Konsum von Tafeltrauben, nimmt China weltweit den ersten Rang ein. Mit einer Weinproduktion von 11,5 Millionen Hektolitern steht China weltweit an achter Stelle und mit einem Weinkonsum von 17 Millionen Hektoliter an fünfter Stelle.

Auf der unter die Schirmherrschaft der OIV gestellten Veranstaltung trafen über 350 Vertreter von Industrie, Forschung und Verwaltung zusammen.
Rund 30 Forscher und Experten, davon ein Viertel aus dem Ausland, stellten ihre Arbeiten in den verschiedenen Bereichen vor: Weinbau, Önologie und Wirtschaft unter besonderer Berücksichtigung der neuen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel und Umweltfragen.
Zur Eröffnung der Konferenz stellte Jean-Marie Aurand die OIV und ihre Aufgaben vor und gab einen Überblick über die Lage des Weinbausektors auf internationaler Ebene. Er zeigte die wichtigen Herausforderungen auf, die sich künftig in den Bereichen Wettbewerb, Umwelt und Verbrauchererwartungen stellen.
In Anwesenheit der stellvertretenden OIV-Delegierten Südafrikas, Wendy Jonker, und mehrerer Experten wie Jan Booysen, Yvette Van der Merwe und Pierre Van Rensburg begrüßte der Generaldirektor die gute Einbindung der südafrikanischen Experten in die Arbeiten der Organisation.

Südafrika ist seit 1963 Mitglied der OIV und besitzt eine Rebfläche von 130 000 Hektar. Mit einer Weinproduktion von 10 Millionen Hektoliter ist Südafrika das siebtgrößte Weinerzeugerland der Welt.
Südafrika ist ebenfalls ein bedeutender Hersteller und Exporteur von Tafeltrauben. Die Tafeltraubenerzeugung beläuft sich jährlich auf 280 000 Tonnen, von denen über 90 % ausgeführt werden.
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