
Die OIV-Preisverleihung 2017 fand am Sitz der OIV in Paris in Anwesenheit zahlreicher Vertreter des diplomatischen Korps, von OIV-Präsidentin Monika Christmann, OIV-Generaldirektor Jean-Marie Aurand, des Vorsitzenden der Jury, František Lipka, und des wissenschaftlichen Sekretärs der Jury, Jean-Luc Berger, statt.

Zahlreiche Akteure und Persönlichkeiten des Weinbausektors nahmen an diesem für die OIV unumgänglichen Ereignis teil: Vertreter von Verlagen, Journalisten, Fachleute des Sektors, Experten der OIV, usw.
Dieser „Nobelpreis für Weinbauliteratur“ (Jean-Marie Aurand, Generaldirektor der OIV) verzeichnet zunehmenden Erfolg und zielt darauf ab, den Lesern aktuelle und vielfältige Informationen rund um das Thema Rebe und Wein zu liefern: in technischen und wissenschaftlichen Bereichen (Önologie und Weinbau), Wirtschaft und Recht, Geschichte, Bildende Kunst und Literatur, Wein und Gastronomie, Entdeckung und Vorstellung von Weinen und Weinbauregionen aller Kontinente.
Die sorgfältige Arbeit der zahlreichen spezialisierten Leser aus aller Welt, die die Werke beurteilten, ermöglichte es der internationalen Jury, die am 31. Mai in Sofia (Bulgarien) unter dem Vorsitz von František Lipka zusammentraf, aus den 65 Bewerbungen von 19 Ländern eine faire Auswahl zu treffen. 2017 wurden für originelle Werke von hoher Qualität, die die neuesten technologischen Entwicklungen und wissenschaftlichen Erkenntnisse berücksichtigen, 10 Preise und 8 Sonderauszeichnungen verliehen.
Das Prestige der OIV-Preise und die Anerkennung der gesamten weltweiten Weinbauerzeugung werden durch die umfangreiche Edition 2017 bestätigt. Die ausgezeichneten Werke befassen sich auch mit Regionen, deren Weinerzeugung noch unbekannt ist, sowie mit Ländern, die derzeit keine Mitglieder der OIV sind.



Über 250 Experten aus der ganzen Welt (in Vertretung von mehr als 20 Ländern) nahmen an den Sitzungen dieser Konferenz teil, die sich mit der Nachhaltigkeit des Weinbaus unter Berücksichtigung der verschiedenen Szenarien des Klimawandels befasste.
Zur Eröffnung des Forums, das unter der Schirmherrschaft der OIV abgehalten wurde, stellte OIV-Vizepräsidentin Claudia Quini im Auftrag des INV (Nationales Weinbauinstitut) den argentinischen Weinbau vor.

OIV-Generaldirektor Jean-Marie Aurand gab einen Überblick über den weltweiten Weinbausektor, die wesentlichen Trends und die großen Herausforderungen und hob die Rolle der OIV in diesem Kontext hervor.

Die GIESCO ist eine Vereinigung von Weinbauexperten, die sich ursprünglich mit Systemen der Reberziehung und der Ökophysiologie befasste. Die Expertengruppe hat ihre Arbeiten auf die wichtigen Themen im Zusammenhang mit den Grundlagen des Weinbaus und dem angewandten Weinbau ausgeweitet.

Vor einem Monat feierte er das 30-jährige Bestehen des von ihm eingerichteten OIV-Masterstudiengangs im Fachbereich Weinmanagement mit zwei Generationen seiner ehemaligen Schüler.

Als Absolvent der Fakultät für Rechtwissenschaften und des Zentrums zur Förderung der Betrugsbekämpfung begann er seine Karriere als Leiter der Rechtsabteilung der französischen Kontrollbehörde für Wein und Spirituosen (1964-1970) und leitete dann das Büro für Wein und Getränke im Landwirtschaftsministerium (1970-1981).
Als Generalinspektor für Betrugsbekämpfung wurde er von Frankreich zum Generalkommissar für die Organisation der Generalversammlungen der OIV ernannt, die 1975 und 1982 in Paris stattgefunden haben. Dort war er Berichterstatter für Fragen im Zusammenhang mit Ursprungsbezeichnungen und der Qualität von Weinen. Von 1982 bis 1985 war er Vorsitzender der OIV-Sachverständigengruppe „Regelungen und Qualitätskontrolle“.
Aufgrund seiner juristischen Kompetenzen und seiner Kenntnis des Weinbausektors war er Vorsitzender der Gruppe „Wein“ (1979) und der Gruppe „Spirituosen“ (1984) des Ministerrats der Europäischen Union. Er nahm an der Revision der Pariser Verbandsübereinkunft bei der WIPO teil, war stellvertretender Vorsitzender des Weingremiums der FAO (1983) und Leiter der französischen Delegation in der Codex- Alimentarius-Kommission.
Als stellvertretender Direktor der Generaldirektion Konsum und Betrugsbekämpfung wurde er 1985 zum Generaldirektor der OIV gewählt und übte dieses Amt bis 1996 aus. Er weitete die Aktivitäten der OIV aus, die die Zahl ihrer Mitgliedstaaten in diesem Zeitraum von 33 auf 46 erhöhte.

Er begeisterte sich für Geschichte und Weinrecht und war stolz auf seine burgundischen Wurzeln. 1971 richtete er den ersten Lehrgang für Weinrecht ein und teilte seine Leidenschaft mit Studenten der Önologie, Wirtschaft, Agronomie oder Rechtswissenschaften an vielen französischen Universitäten. Er veranlasste die Gründung (1987) der internationalen Vereinigung der Weinjuristen (AIDV) und die Einrichtung des internationalen Netzwerks der Universitäten für Weinbau (AUIV), das den OIV-Masterstudiengang im Fachbereich Weinmanagement betreut.
Über 20 Jahre lang vermittelte er sein Wissen in der AIDV, in der Akademie Amorim, deren Vorsitz er innehatte, oder im Rahmen des UNESCO-Lehrstuhls „Kultur und Weintraditionen“ an der Universität Burgund.
Robert Tinlot bleibt als großer Diplomat und passionierter und erfinderischer Generaldirektor der OIV in Erinnerung, der sich für die Welt des Weins einsetzte, die er bestens kannte.
Die OIV spricht seiner Familie ihr tief empfundenes Beileid aus.

Der OIV-Kongress wird vom 19. – 23. November 2018 in Punta del Este rund um das Thema „Gestaltung der Zukunft: Herausforderungen der Produktion und des Marktes“ abgehalten.
Der uruguayische Landwirtschaftsminister Tabaré Aguerre bestätigte, dass sich sein Land für den Erfolg dieses Kongresses voll und ganz einsetzt.
Jean-Marie Aurand besuchte den Veranstaltungsort und begrüßte den Einsatz der verschiedenen Akteure, die sich schon mehr als ein Jahr vor dem Stichdatum mobilisiert haben, und insbesondere das starke Engagement des INAVI (Nationales Weininstitut).


Das Forum zählte über 250 Teilnehmer, darunter die großen ukrainischen Weinbauunternehmen. Die Debatten konzentrierten sich auf die Lage im Weinbausektor und die Perspektiven im Hinblick auf die zentralen Themen: Entwicklung der Rebfläche, Modernisierung der Unternehmen, Standardisierung und Entwicklung des Rechtsrahmens im Einklang mit internationalen Standards.
Der Generaldirektor der OIV begrüßte die Qualität der Debatten. Er stellte die OIV und ihre Aufgaben vor und hob die wichtigsten Entwicklungen im weltweiten Weinbausektor sowie die großen Herausforderungen der Zukunft hervor. Er betonte, dass die Normung der Erzeugnisse nach internationalen Standards äußerst wichtig sei, um die Produktqualität zu gewährleisten und den Erwartungen der Verbraucher sowohl auf dem Inlandsmarkt als auch auf den Exportmärkten gerecht zu werden.

Im Anschluss an das Forum fand das ukrainische Weinfestival statt, auf dem Weine und Brandys der bedeutenden Unternehmen des Sektors vorgestellt wurden.
Die Ukraine besitzt eine Rebfläche von 45000 ha und produziert rund 1 Million Hektoliter Wein und Brandy. Sie zählt nahezu 150 Weinbauunternehmen.
Während seines Besuchs traf Jean-Marie Aurand auch mit dem Ersten Stellvertretenden Premierminister Stéphan Cubiv zusammen, um die Aussichten auf eine Rückkehr der Ukraine zur OIV zu erörtern.


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