
OIV-Generaldirektor Jean-Marie Aurand nahm am 10. April in Brüssel an der Konferenz des Internationalen Verbands für Wein und Spirituosen (FIVS) teil.
Die jährliche Veranstaltung beschäftigte sich dieses Jahr mit den großen Herausforderungen, die sich dem Weinbausektor in einem ungewissen internationalen Umfeld stellen, das sich im Wandel befindet.
In mehreren Workshops wurden zahlreiche aktuelle Themen behandelt: Umweltfragen, Verhalten und Erwartungen der Verbraucher, ökologische und soziale Verantwortung der Unternehmen.
Jean-Marie Aurand stellte einführend die wichtigen Trends vor, die sich im Weinbau weltweit abzeichnen und zeigte die künftigen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und Umweltherausforderungen auf. Er hob zudem die Rolle der OIV hervor, die den Weinbausektor in diesem bedeutenden Wandlungsprozess begleitet.

Der Generaldirektor der OIV begrüßte die guten Beziehungen zwischen den beiden Organisationen. Er hob die Einbindung der Vertreter der Industrie in die Arbeiten der OIV hervor sowie den konstruktiven Beitrag zur kollektiven Fachkompetenz, den der FIVS dank seines Beobachterstatus bei der OIV leistet.

Monika Christmann stellte die OIV, deren Ziele und Rolle sowie die statistischen Daten zur derzeitigen Lage des internationalen Marktes für Weinbauerzeugnisse vor.

Eine der Öffentlichkeit zugängliche Tagung des nationalen Ausschusses für die Koordinierung der Zusammenarbeit mit der OIV fand im Rahmen dieser Konferenz ebenfalls statt. Sie stieß bei den Teilnehmern und Akteuren des Sektors auf reges Interesse. Tatiana Svinartchuk stellte die Arbeitsabläufe der Organisation und die wichtigen normativen Dokumente vor, die von der OIV erörtert und erarbeitet werden.
Es wurden die Herausforderungen der internationalen Kooperation bei der Erstellung und Anwendung von Normen für die Erzeugung und Vermarktung von Weinen und anderen Weinbauerzeugnissen aufgezeigt und erörtert. Dabei wurde die Bedeutung der Anwendung internationaler Normen im Rahmen nationaler Rechtsvorschriften hervorgehoben, um mögliche Konformitätsprobleme lokaler Erzeuger, aber auch kommerzielle Schwierigkeiten von Einführern und Ausführern zu verhindern.
Die Ausbildung von Fachleuten in den Bereichen Önologie und Weinbau wurde als Schlüsselfaktor betrachtet. Die Präsidentin der OIV wies auf die Bedeutung der internationalen Programme für den Studentenaustausch hin.
Im Anschluss an die Konferenz wurden für die Vertreter der OIV und die Konferenzteilnehmer Besichtigungen von Weingütern (Abrau-Durso, Vedernikov, Usadba Divnomorskoye, Elbuzd, Lefkadiya) organisiert. Die Präsidentin der OIV begrüßte das hohe technische Niveau und die ausgezeichnete Qualität der Weine.

Dieser Besuch dürfte es ebenfalls ermöglichen, die Beteiligung der russischen Delegation an den Arbeiten der OIV zu intensivieren.

Dieser Besuch wurde vom Generaldirektor des Verbandes, Gabriel Padilla Maya, hervorragend organisiert. 6 Monate nach dem Beitritt Mexikos zur OIV hatte Jean-Marie Aurand Gelegenheit, Fachleuten des mexikanischen Weinbausektors die OIV und ihre Missionen vorzustellen und die bedeutenden Weinbauregionen des Landes zu besuchen: Sonora, Parras, Coahuila, Querétaro, Neukalifornien, Valle de Guadalupe und Valle de Santo Tomas.
Auf einer Veranstaltung im Senat wurde der Gesetzesentwurf zur Entwicklung der mexikanischen Weinbauindustrie vorgestellt, der den allgemeinen Rahmen für die staatliche Intervention zugunsten des Weinbausektors festlegen soll. In Anwesenheit der Vertreter der Gouverneure und des mexikanischen Weinbauverbands hob der Generaldirektor der OIV die Bedeutung einer solchen Maßnahme hervor, die bereits in vielen anderen Ländern ergriffen wurde, und es ermöglicht, den Aufschwung des mexikanischen Weinbaus zu begleiten.

Jean-Marie Aurand stellte Vertretern der Hersteller von Tafeltrauben und getrockneten Trauben die neueste Studie über den weltweiten Markt dieser Erzeugnisse vor, die die OIV und die FAO gemeinsam durchführten, und zeigte die Chancen der mexikanischen Produzenten auf.
Die mexikanische Tafeltraubenerzeugung beläuft sich jährlich auf 260 000 Tonnen und ist seit 2000 um 25 % gestiegen. Da 60 % dieser Produktion ausgeführt werden, ist Mexiko ein bedeutender Akteur auf dem Weltmarkt. Die Produktion wird sehr gut angenommen, da sie außerhalb der Saison (Mai-Juli) auf den Markt gelangt.
Die Erzeugung getrockneter Trauben ist seit 2000 um 225 % gestiegen und beläuft sich 2015 auf 14 000 Tonnen.

Die Weinproduktion wird durch eine sehr starke Binnennachfrage getragen (seit 10 Jahren steigt der Weinkonsum jährlich um 12 %) und verzeichnet ein bemerkenswertes Wachstum. Zahlreiche Weinbauunternehmen, die in 11 Bundesstaaten Mexikos angesiedelt sind, erzeugen jährlich nahezu 200 000 Hektoliter Wein von hoher Qualität und großer Vielfalt.
Die Entwicklung und Modernisierung des Sektors werden vom mexikanischen Weinbauverband und der Regierung gemeinsam vorangebracht.
Bei einem Besuch an der Universität Ensenada in Niederkalifornien, die den internationalen Weinwettbewerb „Tierra de Vinos“ veranstaltet, äußerten die Träger ihre Absicht, für die nächsten Ausgaben des Wettbewerbs die Schirmherrschaft der OIV zu beantragen.

In einer Sitzung unter dem Vorsitz des Staatssekretärs für Landwirtschaft und OIV-Delegierten Jorge Armando Narváez Narváez stellte Jean-Marie Aurand den Verantwortlichen des Weinbausektors die wichtigen Trends auf dem globalen Weinmarkt sowie die wesentlichen Herausforderungen der Zukunft vor und hob die Chancen Mexikos hervor. Wie auch der Staatssekretär begrüßte der Generaldirektor den Beitritt Mexikos zur OIV, der für die Zukunft des mexikanischen Weinbaus eine sehr wichtige Entscheidung war. Er begrüßte ebenfalls die aktive Teilnahme der mexikanischen Experten an den Arbeiten der OIV, die vom Ministerium durch den unlängst eingerichteten interinstitutionellen Ausschuss für Weinbau gefördert wird.

Der Staatssekretär für Landwirtschaft kündigte zudem an, dass sein Land beabsichtige, demnächst eine Präsentation mexikanischer Weine am Sitz der OIV zu organisieren.

Jean-Marie Aurand stellte die wesentlichen Missionen der OIV vor und gab einen Überblick über die Lage des weltweiten Weinbausektors, indem er die bedeutenden Trends und künftigen Herausforderungen aufzeigte.
Im Mittelpunkt der Diskussionen standen mehrere strategische und aktuelle Themen:
- die Bedeutung von international anerkannten Normen und Standards für die Erhaltung der wesentlichen Merkmale von Wein und die Gewährleistung eines reibungslosen Handelsverkehrs,
- die Rolle der OIV als zwischenstaatliche Organisation, die in diesem Bereich als Referenz gilt,
- Grundsätze für die Festlegung von Grenzwerten für Zusatzstoffe,
- Perspektiven der Kennzeichnung von Inhaltsstoffen.
Jean-Marie Aurand begrüßte die Qualität der im Laufe der Zeit entstandenen Zusammenarbeit zwischen der OIV und Oenoppia. Der Verband hat Beobachterstatus bei der OIV. Seine Teams bringen in die verschiedenen Sachverständigengruppen der OIV ihr anerkanntes Fachwissen ein und leiteten mehrere Resolutionen ein.
Oenoppia ist ein Verband der wichtigsten Akteure im Bereich der Herstellung önologischer Erzeugnisse. Der Anteil seiner Mitglieder an der Herstellung der weltweit verwendeten önologischen Produkte beträgt rund 90 %.


Nachdem die Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV) 2014 einen Themenbericht über Schaumweine und 2015 über Roséweine veröffentlichte, stellt sie nun in Zusammenarbeit mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) eine neue Studie über dieses sehr bedeutende Fachgebiet der OIV vor. Trauben sind die Obstkultur mit dem weltweit höchsten Produktionswert.
Die Studie stellt einige wichtige Aspekte der Verwendung als Lebensmittel und des Nährwerts von Trauben vor, sowie Zeitreihen ab 2000 über die inländische Erzeugung, Ausfuhren und Einfuhren, die Marktgröße und den sichtbaren Verbrauch.
OIV-Generaldirektor Jean-Marie Aurand und der stellvertretende Direktor der Statistikabteilung der FAO, José Rosero Moncayo, betonten, dass diese Veröffentlichung das konkrete Ergebnis der guten und langjährigen Zusammenarbeit von FAO und OIV sei.

Abruf des Themenberichts 2016 [EN]

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