
Während seines Besuchs, der vom indischen Auβenministerium sehr gut organisiert wurde, traf er in Delhi mit Verantwortlichen verschiedener Regierungsstellen und zuständiger Institutionen zusammen: Auβenministerium, Landwirtschaftsministerium, Ministerium für Nahrungsmittelindustrie, Handelsministerium.
Der Generaldirektor stellte die Tätigkeiten der OIV vor und wünschte, dass sich die indischen Experten verstärkt an den diversen Arbeiten der OIV beteiligen.


Die verschiedenen Gesprächspartner brachten ihre Bereitschaft zu einem verstärkten Engagement in einem Kontext zum Ausdruck, in dem Indien bei der Entwicklung des Weinbausektors Ambitionen zeigt. Dabei geht es nicht nur um die Erzeugung von Tafeltrauben und getrockneten Weintrauben, sondern auch um die Weinerzeugung.

Auf einem Treffen mit dem Vorsitzenden der Behörde für Normung und Lebensmittelsicherheit hob Jean-Marie Aurand die Notwendigkeit der internationalen Harmonisierung von Standards und önologischen Verfahren hervor, um die Bedingungen für die Herstellung und Vermarktung von Weinen zu verbessern. Die Tätigkeiten der OIV berücksichtigen diese Anliegen. Zahlreiche nationale und internationale Regelungen beruhen auf dem OIV-Kodex der önologischen Praxis.

Nach den Kontakten in Delhi traf Jean-Marie Aurand den Direktor des indischen Forschungszentrums für Trauben in Pune. Er führte ebenfalls Gespräche mit Vertretern des indischen Weinherstellerverbands und besichtigte in Nashik die Weinberge der Gruppe Sula, die das gröβte Unternehmen des indischen Weinbausektors ist.

Die indische Rebfläche umfasst 120 000 ha und wird zu 90 % für die Erzeugung von Tafeltrauben und getrockneten Weintrauben genutzt. Indien zählt zu den 5 gröβten Tafeltraubenproduzenten weltweit und führt einen Groβteil der Produktion in die westlichen Länder und den Mittleren Osten aus. Diese Produktion auβerhalb der Saison wird sehr gut angenommen.
Die Weinproduktion verzeichnet ein stetiges Wachstum, das vom steigenden Verbrauch getragen wird. Sie belief sich 2014 auf 175 000 hl und hat sich in zehn Jahren verdoppelt.

Der Weinverbrauch hat sich zwischen 2007 (19 000 hl) und 2014 (190 000 hl) verzehnfacht.

OIV-Präsidentin Prof Dr. Monika Christmann leitete die OIV-Delegation, der auch der wissenschaftliche Koordinator der OIV, Dr. Jean-Claude Ruf, angehörte.
Ein Punkt der Tagesordnung betraf die Lebensmittelzusatzstoffe und Bestimmungen der Lebensmittelkategorie 14.2.3 (Weine) und ihrer Unterkategorien.
Traubenweine sind in Anhang 3 aufgeführt. Zusatzstoffe, deren Verwendung in der Kategorie „Traubenweine“ und ihren Unterkategorien anerkannt ist, unterliegen der Einzelfallprüfung.
Um einen gemeinsamen Ansatz vorzuschlagen, beschloss das Codex-Komitee 2015 eine elektronische Arbeitsgruppe einzurichten, um die Gründe der Mitglieder zu prüfen, die sich teils für eine Erfassung der Zusatzstoffe unter Angabe von numerischen Höchstwerten, teils für eine Verwendung nach der Guten Herstellungspraxis (GHP) aussprechen. Für die Verwendung von Zusatzstoffen in Weinen wurden vier entscheidende Aspekte festgelegt: Identität des Weins, Stabilität des Weins, weltweite Anwendbarkeit der Grenzwerte und Innovation im Weinbausektor.
Im Sinne eines Kompromisses wurde ein gemeinsames Konzept zur Festlegung der Höchstgrenzen für Zusatzstoffe in Wein gemäβ der GHP vorgeschlagen. Dabei soll ein Verweis auf die Einrichtungen erfolgen, deren Zuständigkeiten in Bezug auf die Beschreibung der Guten Herstellungspraxis hinsichtlich dieser Zusatzstoffe international anerkannt sind. Auch wenn von einer groβen Zahl der Mitglieder vorgeschlagen wurde, auf die OIV Bezug zu nehmen, wurde keine Einigung erzielt.
In Ermangelung einer Einigung billigte das Codex-Komitee nach langen Diskussionen die Empfehlung, eine elektronische Arbeitsgruppe unter gemeinsamem Vorsitz der Europäischen Union und Australiens einzurichten. Diese soll für die nächste Sitzung ein Diskussionspapier erstellen, in dem die diversen Empfehlungen und Analysen in Bezug auf mögliche Änderungen der Allgemeinen Codex-Norm für Lebensmittelzusatzstoffe in Traubenweinen aufgeführt sind.
Parallel dazu knüpfte die Präsidentin der OIV Kontakte mit Vertretern zahlreicher Delegationen, Vertretern der FAO und des JECFA und mit dem Sekretariat des Codex Alimentarius.
[EN] OIV Comments on grape wine issue - CRD 19
[EN] OIV Statement in session - CRD 34


Journalisten, die an dieser Konferenz teilnehmen möchten, werden gebeten, eine Email unter Angabe ihres Namens und ihrer dienstlichen Kontaktdaten an press@oiv.int zu senden.
Datum: Montag, 18. April 2016
Uhrzeit: 11.00 Uhr
Ort: Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV), 18 rue d’Aguesseau, 75008 Paris, Metro: Madeleine oder Concorde [siehe Karte]

Auf dem Wettbewerb unter der Schirmherrschaft der OIV wurden 1854 Weinproben (20 % mehr als 2015) aus 21 Ländern vorgestellt.
OIV-Generaldirektor Jean-Marie Aurand begrüβte diesen Erfolg.
Die Weine wurden von erfahrenen, unabhängigen Jurymitgliedern nach internationalen, von der OIV festgelegten Standards bewertet und anhand seriöser und transparenter Kriterien ausgewählt.
Wie die groβen internationalen Weinwettbewerbe, die unter der Schirmherrschaft der OIV stehen, vermittelt der Weinwettbewerb „Bacchus“ Kenntnisse über die Vielfältigkeit der Weine aus aller Welt. Er ermöglicht es den Herstellern, sich in einer zunehmend globalisierten Welt zu messen. Er trägt allgemein zur Förderung des Images von Weinen und der Weinkultur bei.


Das CNIFFI ist eine öffentliche Organisation, die sich mit der Ausarbeitung technischer Normen für vergorene Getränke befasst.
Dr. Ruf hatte Vertreter dieser Organisation bereits im September 2012 getroffen. Er stellte der von Direktor Dr. Deliang Wang geleiteten Delegation des CNIFFI die Tätigkeiten der OIV im Bereich der önologischen Verfahren und Analysemethoden vor.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen die Tätigkeiten der OIV und die Auswirkungen ihrer Normen auf den weltweiten Weinbau, insbesondere im Hinblick auf die Analysemethoden. Die Mitglieder des CNIFFI hoben die Bedeutung der OIV-Normen hervor und wiesen auf ihre Mitwirkung und die des technologischen Überwachungs- und Quarantänezentrums (IQTC) der Region Guangdong bei der Übersetzung der Sammlung der Analysemethoden der OIV in die chinesische Sprache hin. Sie teilten mit, dass die Analysemethoden der OIV zur Bestimmung der Isotopenverhältnisse von Kohlenstoff und Sauerstoff unlängst in die chinesischen Normen aufgenommen wurden.
Die Vertreter des CNIFFI unterstrichen die Bedeutung der Arbeiten der OIV und betonten, dass es wichtig sei, den Informationsaustausch zwischen den beiden Organisationen fortzusetzen.

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