
Das Festival steht unter der Schirmherrschaft der OIV und prämiert jedes Jahr die besten Filme und Fotos zum Thema Weinbau. Bei der 23. Ausgabe des Festivals, die Ende Mai in Frontignan stattfand, wurden französische, kanadische, georgische und slowenische Filme ausgezeichnet. Bei der Preisverleihung wurden auch die großen Gewinner der 11. Fotoausstellung „Terroir d’Images“ bekanntgegeben. Preisträger der Ausstellung Terroir d’Images
Bei der Preisverleihung erfolgte ebenfalls die Stabsübergabe der Stadt Frontignan an die Weinbaustadt Bordeaux, in der das Festival 2017 stattfinden wird.


Journalisten, die an dieser Konferenz teilnehmen möchten, werden gebeten, eine Email unter Angabe ihres Namens und ihrer dienstlichen Kontaktdaten an press@oiv.int zu senden.
Datum: Donnerstag, 20. Oktober 2016
Uhrzeit: 11h00 Uhr
Ort: Internationale Organisation für Rebe und Wein (OIV), 18 rue d’Aguesseau, 75008 Paris Metro: Madeleine oder Concorde [siehe Karte]


Am 24. September 1716 erließ Cosimo de‘ Medicis, Großherzog der Toskana, die ersten Regeln zur Abgrenzung des Chianti. Drei Jahrhunderte später nahmen über 150 Fachleute des Weinbaurechts aus 5 Kontinenten an der 34. internationalen Konferenz des internationalen Verbands für Weinbaurecht (AIDV) in der Toskana teil, die zum Thema „rechtliche Instrumente zum Schutz ortsansässiger Unternehmen auf dem globalen Markt für Wein“ abgehalten wurde.
Bei der Eröffnung der zweitägigen Tagung wies OIV-Generaldirektor Jean-Marie Aurand auf die Zahlen hin, die für die Globalisierung der Welt der Weine kennzeichnend sind: Von 5 Flaschen Wein werden mehr als 2 Flaschen außerhalb der Landesgrenzen konsumiert, das sind über 100 Millionen hl der weltweiten Weinproduktion, die sich auf 270 Millionen hl beläuft. Jean-Marie Aurand begrüßte die Tätigkeiten und das Netzwerk des AIDV, das sich über rund 30 Länder erstreckt. Durch seinen Beobachterstatus bei der OIV leistet der Verband einen wichtigen intellektuellen Beitrag zur Arbeit der OIV. An der Konferenz nahmen drei Professoren für Recht teil, die mit dem OIV-Preis 2016 ausgezeichnet wurden: Richard Mendelson, Kensuké Ebihara und Théodore Georgopoulos.

Jean-Marie Aurand, Generaldirektor der OIV - Jean-Paul Thuillier, ständiger Vertreter Frankreichs bei der WTO - John Barker, beratender Rechtsanwalt, Neuseeland - Tom LaFaille , Vizepräsident des Californian Wine Institute - Nicolas Ozanam, Generaldelegierter des französischen Verbands der Wein- und Spirituosenexporteure
In den verschiedenen Fachsitzungen wurden folgende Themen erörtert: bedeutende regionale Abkommen und ihre Auswirkungen auf den Markt für Wein, Wettbewerbshemmnisse, Hindernisse und unerwartete Schwierigkeiten im Zusammenhang mit dem Erwerb und dem Verkauf von Weinbauunternehmen, Beilegung von öffentlich- und privatrechtlichen Streitfällen im Weinbausektor, Finanzierung, Struktur und Rolle der verschiedenen Herstellergruppen, geographische Angaben, der Begriff „Durchschnittsverbraucher“, Instrumente, die im Weinbausektor oft unbekannt sind, wie das Recht auf Sortenschutz oder der Schutz önologischer Verfahren. Die anwesenden Richter, Anwälte, Professoren und Fachleute hoben die Besonderheiten der Territorialität des Weins hervor, die es ermöglichen, in einer globalen Welt einen lokalen Ansatz beizubehalten oder sogar zu vertiefen.

Giacomo Bassi, Bürgermeister von San Gimignano; Rein-Jan Prins, Präsident AIDV; Letizia Cesani, Präsident des Consorzio; Stefano Campatelli, Direktor des Consorzio
Der niederländische Vorsitzende des AIDV, Rein-Jan Prins, der in Wien (Österreich) gewählt wurde und sein Mandat in Siena (Italien) beendet, verstand es, den AIDV zu dynamisieren. Der Verband zählt fast 350 Juristen und ist das bedeutendste Forum für vergleichende Studien und Debatten im Bereich des Weinbaurechts. Der grandiose Rahmen der Stadt Siena mit ihrer Universität ermöglichte Diskussionen von großer Qualität. Dank der Verkostungen, die von der Enoteca Italiana, dem Consorzio du Chianti Classico und dem Consorzio de la Vernaccia de San Gimignano hervorragend organisiert wurden, könnten die Schätze der Toskana entdeckt werden.
Der Vorsitzende des AIDV betonte, dass sich die Weinjuristen, ganz gleich, ob sie aus Ländern mit jahrtausendalter oder jüngerer Weinbautradition kommen, mit der Realität der Gebiete konfrontieren müssen, die durch die Wirtschaftstätigkeit im Weinbau geprägt wurden. Von Castello de Brolio der Familie Risacoli, Wiege des Chianti, bis hin zur Cantina Antinori, Meisterwerk der zeitgenössischen Architektur, begrüßte Rein-Jan Prins die letzten 300 Jahre, die das Thema der AIDV-Konferenz veranschaulichen und verdeutlichen, wie ein lokales und abgegrenztes Erzeugnis sich internationales Ansehen und einen Weltmarkt verschaffen konnte.


Professor Rusu wurde am 9. Mai 1945 in Plop (Donduseni) geboren. Er widmete sein Leben der Entwicklung des moldauischen Weinbaus und bildete zahlreiche Studenten aus. Er war Autor des ersten Handbuchs der Weinbereitung für Önologie-Studenten der Technischen Universität Moldau sowie Autor des ersten Wörterbuchs für Weinbauterminologie der Republik Moldau. Emil Rusu war ebenfalls Koautor des Weinbaugesetzes und förderte das Konzept der Weine mit kontrollierter Ursprungsbezeichnung (AOC) in Moldawien. Als Sekretär des moldauischen Önologenverbands setzte er sich für die Herstellung von Weinen hoher Qualität ein. Er war lange Jahre Mitglied der moldauischen Delegation bei der Internationalen Organisation für Rebe und Wein. Die Ergebnisse seiner Forschung waren Gegenstand von über 150 wissenschaftlichen Arbeiten, einschl. 7 Büchern, 5 Monographien und 25 wissenschaftlichen Patenten.
Die OIV gedenkt des verstorbenen Professors Emil Rusu und spricht seinen Angehörigen ihre Anteilnahme aus.


Nach einer Einführung in die Tätigkeiten der OIV durch die verschiedenen Abteilungsleiter der Organisation wurden die Studenten von OIV-Generaldirektor Jean-Maire Aurand empfangen. Dieser wies auf den besonderen Charakter dieses Studiums und die Chancen hin, die durch das Netzwerk der beteiligten Hochschulen und Unternehmen geboten werden.
Der Studiengang zeichnet sich dadurch aus, dass er zugleich sektorspezifisch, multidisziplinär, mobil, international und erfahrungsbezogen ist und über eines der am besten entwickelten Netzwerke im Bereich des Weinbaus verfügt. Seit 1987 haben rund 500 Akteure und Entscheidungsträger des Weinbausektors dieses Studium absolviert.
Jean Marie-Aurand hob abschlieβend die internationale Dimension des Studiengangs hervor, der es den Studenten jedes Jahr ermöglicht, über 20 bedeutende Weinbauländer auf 5 Kontinenten zu entdecken.

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